Istvan Kantor

Immortal Gift

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Anschlag mit Blut-AmpulleNach einem verhinderten Anschlag in der Berliner Flick-Collection muss sich der Aktionskünstler Istvan Kantor wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten. Er hatte versucht, eine Ampulle mit Blut auf die Skulptur "Michael Jackson and Bubbles" von Paul MacCarthy zu schütten. Der Mann konnte jedoch von Aufsehern daran gehindert werden. Das Blut spritzte auf eine leere Wand der Ausstellungshalle im Hamburger Bahnhof. Der 55-Jährige wurde angezeigt und ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Bei der Aktion wurde der Kanadier, der in den meisten Museen der Welt Hausverbot hat, von Kameramännern gefilmt. In einem Interview sagte Kantor, seine Aktion in der Flick-Collection setze er in einen Zusammenhang damit, "wie Blut in Gold und Gold in Blut verwandelt wird". dpa

Neuer Anschlag auf Flick-Collection

Die Friedrich Christian Flick-Collection, die Ende September im Hamburger Bahnhof, dem Haus für die Gegenwartskunst bei den Staatlichen Museen zu Berlin, eröffnet wurde, scheint die Gemüter zu erregen. Nachdem bereits am ersten Ausstellungstag eine Randaliererin Kunstwerke des Amerikaners Gordon Matta-Clark beschädigt hat, ist die umstrittene Sammlung nun erneut Zielscheibe eines Kunstattentats geworden. In letzter Minute konnte am Dienstag das Wachpersonal einen Kanadier daran hindern, Blut über die Skulptur „Michael Jackson and Bubbles" von Paul McCarthy zu schütten. Der Glasbehälter mit der roten Flüssigkeit traf dann die weiße Wand des Ausstellungsraums. Paul McCarthy persifliert in seiner Arbeit eine gleichnamige Porzellangruppe von Jeff Koons, greift aber weitaus karikierender den Popstar Michael Jackson mit seinem Hausaffen auf.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Mann um einen 55jährigen, in Berlin lebenden Künstler, der bereits häufiger mit derartigen Aktionen aufgefallen und einschlägig vorbestraft ist. Er tritt unter dem Namen Istvan Kantor auf. Gegen den Kanadier, der vorher die Kunstperformance angekündigt hatte aber beim Eintritt ins Museum nicht identifiziert werden konnte, wurde nun Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung erstattet. Zudem erhielt er in den Staatlichen Museen zu Berlin Hausverbot. Dem Sammler Christian Friedrich Flick wird vorgeworfen, mit der zunächst auf sieben Jahre angelegten Leihgabe seiner Kunstsammlung die Verbrechen seines Großvater, eines Rüstungsindustriellen des NS-Regimes, reinwaschen zu wollen und die Sammlung mit dessen „Blutgeld" erworben zu haben.

02.12.2004

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

01.12.2004

Verhinderter Anschlag in der Flick-CollectionAuf Paul McCarthys Skulptur "Michael Jackson and Bubbles" sollte ein Anschlag verübt werden.

Berlin (dpa) - Nach einem verhinderten Anschlag in der Berliner Flick-Collection muss sich der kanadische Aktionskünstler Istvan Kantor wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten.

Er hatte am Dienstag versucht, eine Ampulle mit Blut auf die Skulptur «Michael Jackson and Bubbles» von Paul MacCarthy zu schütten. Der Mann konnte jedoch von Museumsaufsehern daran gehindert werden. Das Blut spritzte auf eine leere Wand der Ausstellungshalle im Hamburger Bahnhof.

Der 55-Jährige wurde angezeigt und ist nach Angaben der Polizei mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Bei der Aktion wurde Kantor von Kameramännern gefilmt, was die Polizei an Auftritte des Kirchenstörers Andreas Roy erinnerte. Der Kanadier hat laut seiner Internetseite Hausverbot in den meisten Museen der Welt. Mit einer eigenen Videoinstallation war er kürzlich zu Gast in der Galerie Neuer Berliner Kunstverein.

In einem Fernsehinterview sagte Kantor, seine Aktion in der Flick-Collection setze er bewusst in einen Zusammenhang damit, «wie Blut in Gold und Gold in Blut verwandelt wird». Kritiker der Ausstellung werfen dem Kunstsammler und Industriellenerben Friedrich Christian Flick vor, die Sammlung aus dem Erbe seines Großvaters erworben zu haben. Flick war einer der großen Rüstungslieferanten im Dritten Reich und beschäftigte auch Zwangsarbeiter.

Die Ausstellung mit 2500 Werken zeitgenössischer Kunst war im September von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet worden. Bereits einen Tag nach der Eröffnung gab es einen Anschlag auf ein Kunstwerk.



was macht eigentlich...

Istvan Kantor?

Eine Marke setzen

Da hat Friedrich Christian Flick aber noch mal Glück gehabt: Bei einem "verhinderten Anschlag in der Flick-Collection", verbreiteten die Nachrichtenagenturen, habe der kanadische Aktionskünstler Istvan Kantor am Dienstag versucht, "eine Ampulle mit Blut auf die Skulptur ,Michael Jackson and Bubbles' von Paul MacCarthy zu schütten". Da kamen ihm aber ein paar bullige Kunst-Aufpasser zuvor. Die bogen dem 55-Jährigen die Arme auf den Rücken und beförderten ihn unsanft aus dem Hamburger Bahnhof. "Das Blut", hieß es, "spritzte auf eine leere Wand."

Wie soll man das jetzt finden? Natürlich, Sachbeschädigung ist Sachbeschädigung, und das juristische Nachspiel hat sich der Mann selbst eingebrockt. Aber quittieren wir eine solche Meldung nicht auch mit leiser Genugtuung? Tut es uns wirklich Leid um den gönnerhaft einer zahlenden Öffentlichkeit präsentierten Flickschen Privatbesitz? Oder gar um den, höhö, guten Ruf des Sammlers?

Aber halt: Ganz so einfach ist die Sache auch wieder nicht. Kantors Blutspritze zielte nämlich weder auf die Popskulptur noch auf Flicks blutiges Erbe. Seit 1979 schon zieht der Mann durch die Museen und Galerien dieser Welt, um deren Wände mit einem Kreuz aus Eigenblut zu markieren - und seinen Platz in der Kunstgeschichte dazu. "Banned from most museums around the world" - dieses Ehrenlabel verleiht er sich selbst auf seiner Homepage.

Ob es legitim ist, Kunst auf Kosten anderer Kunst zu machen, mag das Feuilleton diskutieren. Vielleicht bekommt Mr. Kantor ja in 30 Jahren eine Retrospektive im Hamburger Bahnhof? Wer weiß. Die Reinigungskosten für die Museumswand zahlt Mr. Flick jedenfalls aus der Portokasse." CLP FOTO: REUTERS

taz Berlin lokal Nr. 7529 vom 2.12.2004, Seite 22, 64 Zeilen (TAZ-Bericht), CLP

Anschlag auf Kunstwerk vereitelt

Berlin. (dpa) Nach einem in letzter Sekunde verhinderten Anschlag in der Berliner Ausstellung "Flick-Collection" muss sich der kanadische Aktionskünstler Istvan Kantor wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten.

Kantor hatte am Dienstag versucht, eine Ampulle mit Blut auf die Skulptur "Michael Jackson and Bubbles" von Paul MacCarthy zu schütten. Der Mann konnte jedoch von Museumsaufsehern daran gehindert werden. Das Blut spritzte auf eine leere Wand der Ausstellungshalle im "Hamburger Bahnhof". Der 55-Jährige wurde angezeigt und, wie die Polizei gestern mitteilte, inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Der Kanadier hat - seiner eigenen Internetseite zufolge - Hausverbot in den meisten Museen der Welt. In einem Fernsehinterview sagte er, seine Aktion in der Flick-Collection solle darauf hinweisen, "wie Blut in Gold und Gold in Blut verwandelt wird".

Kritiker der Ausstellung halten dem Kunstsammler und Industriellenerben Friedrich Christian Flick vor, die Sammlung aus dem Erbe seines Großvaters erworben zu haben. Flick war einer der großen Rüstungslieferanten im Dritten Reich und beschäftigte auch Zwangsarbeiter.

Die Ausstellung mit 2500 zeitgenössischen Werken war im September von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet worden. Bereits am Tag nach der Eröffnung hatte es einen Anschlag auf ein Kunstwerk gegeben.

01.12.2004

Verhinderter Anschlag in der Flick-Collection

01.12.2004



Berlin (dpa) - Nach einem verhinderten Anschlag in der Berliner Flick-Collection muss sich der kanadische Aktionskünstler Istvan Kantor wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten.



http://www.intrinet.de/_/tools/picview.html?_CMELEM=254685http://www.intrinet.de/_/tools/picview.html?_CMELEM=254685

Auf Paul McCarthys Skulptur "Michael Jackson and Bubbles" sollte ein Anschlag verübt werden.

Er hatte am Dienstag versucht, eine Ampulle mit Blut auf die Skulptur «Michael Jackson and Bubbles» von Paul MacCarthy zu schütten. Der Mann konnte jedoch von Museumsaufsehern daran gehindert werden. Das Blut spritzte auf eine leere Wand der Ausstellungshalle im Hamburger Bahnhof.

Der 55-Jährige wurde angezeigt und ist nach Angaben der Polizei mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Bei der Aktion wurde Kantor von Kameramännern gefilmt, was die Polizei an Auftritte des Kirchenstörers Andreas Roy erinnerte. Der Kanadier hat laut seiner Internetseite Hausverbot in den meisten Museen der Welt. Mit einer eigenen Videoinstallation war er kürzlich zu Gast in der Galerie Neuer Berliner Kunstverein.

In einem Fernsehinterview sagte Kantor, seine Aktion in der Flick-Collection setze er bewusst in einen Zusammenhang damit, «wie Blut in Gold und Gold in Blut verwandelt wird». Kritiker der Ausstellung werfen dem Kunstsammler und Industriellenerben Friedrich Christian Flick vor, die Sammlung aus dem Erbe seines Großvaters erworben zu haben. Flick war einer der großen Rüstungslieferanten im Dritten Reich und beschäftigte auch Zwangsarbeiter.

Die Ausstellung mit 2500 Werken zeitgenössischer Kunst war im September von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet worden. Bereits einen Tag nach der Eröffnung gab es einen Anschlag auf ein Kunstwerk

Kanadier wegen Störaktion in Flick-Collection angezeigt

01.12.2004

Berlin (dpa) Nach einem verhinderten Anschlag in der Berliner Flick-Collection muss sich der kanadische Aktionskünstler Istvan Kantor wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten. Er hatte am Dienstag versucht, eine Ampulle mit Blut auf die Skulptur «Michael Jackson and Bubbles» von Paul MacCarthy zu schütten. Der Mann konnte jedoch von Museumsaufsehern daran gehindert werden. Das Blut spritzte auf eine leere Wand der Ausstellungshalle im Hamburger Bahnhof.

Der 55-Jährige wurde angezeigt und ist nach Angaben der Polizei vom Mittwoch mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Bei der Aktion wurde Kantor von Kameramännern gefilmt, was die Polizei an Auftritte des Kirchenstörers Andreas Roy erinnerte. Der Kanadier hat laut seiner Internetseite Hausverbot in den meisten Museen der Welt. Mit einer eigenen Videoinstallation war er kürzlich zu Gast in der Galerie Neuer Berliner Kunstverein.

In einem Fernsehinterview sagte Kantor, seine Aktion in der Flick- Collection setze er bewusst in einen Zusammenhang damit, «wie Blut in Gold und Gold in Blut verwandelt wird». Kritiker der Ausstellung werfen dem Kunstsammler und Industriellenerben Friedrich Christian Flick vor, die Sammlung aus dem Erbe seines Großvaters erworben zu haben. Flick war einer der großen Rüstungslieferanten im Dritten Reich und beschäftigte auch Zwangsarbeiter. Die Ausstellung mit 2500 Werken zeitgenössischer Kunst war im September von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet worden. Bereits einen Tag nach der Eröffnung gab es einen Anschlag auf ein Kunstwerk. Erneut Anschlag auf die Flick-Sammlung

Künstler verspritzt Blut

Andreas Kopietz

Auf die Flick-Sammlung im Hamburger Bahnhof ist erneut ein Anschlag verübt worden. Der ungarisch-kanadische Performance-Künstler Istvan Kantor verspritzte gestern Blut, das er sich selbst abgezapft hatte. Eine Wand wurde verschmutzt. Weil das Vorhaben aus seinem Umfeld durchgesickert war, waren die Wachleute vorgewarnt. Sie fragten ihn am Eingang, ob er Istvan Kantor sei. Obwohl er seinen Alias-Namen Monty Cantsin angab, folgten ihm argwöhnische Wachmänner. Vor Paul McCarthys goldener Plastik versuchte Kantor, ein großes Kreuz an die Wand zu spritzen, wozu er sechs Röhrchen Blut mitgebracht hatte. Er konnte nur eines verwenden, weil Wachleute ihn überwältigten. "Er wollte keine Kunst beschädigen, nur die Wand", versicherte ein Mitarbeiter Kantors. "Das Gold der Plastik nahm er zum Anlass, um deutlich zu machen: Aus Blut wird Gold." Nach Aufnahme seiner Personalien ließ ihn die Polizei laufen. Laut Polizei ist er "bereits durch Sachbeschädigung in Erscheinung getreten". Tatsächlich verspritzte der Documenta-8-Teilnehmer sein Blut unter anderem im New Yorker MoMA, im Kölner Museum Ludwig, in Museen in Montreal, Paris, Prag und Budapest. Bereits im September hatte eine geistesgestörte Frau Kunstwerke der Flick-Sammlung beschädigt. (kop.) Heute

Die hohe Kunst des Verschwindens

Auftauchen. Verwirrung stiften. Abtauchen: Guerillaüberfälle auf das etablierte Denken unternehmen Istvan Kantor alias Monty Cantsin und seine Neoisten bereits seit Ende der 70er, und gerade sind sie mächtig in der Stadt und werden noch bis zum Sonntag mit Performances, Videoinstallationen und Musik in den Straßen von Berlin ihr neoistisches Fest feiern. Wer Cantsin, Artist in Residence des Podewil, und seine internationale Crew erleben will, findet heute Spuren auf dem Marx-Engels-Platz, am Tacheles und in der Nacht im CCCP-Klub. Sicherer Zugriff zum Programm im Netz bei der unten angegebenen Adresse.

MCG taz Berlin lokal Nr. 7476 vom 1.10.2004, Seite 26, 24 Zeilen (TAZ-Bericht), MCG

Meldung Deutsche Presse Agentur vom 2004-12-01 13:09

Kunst/Ausstellungen/Kriminalität/

Kanadier wegen Störaktion in Flick-Collection angezeigt
Berlin (dpa) - Nach einem verhinderten Anschlag in der Berliner
Flick-Collection muss sich der kanadische Aktionskünstler Istvan
Kantor wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten. Er
hatte am Dienstag versucht, eine Ampulle mit Blut auf die Skulptur
«Michael Jackson and Bubbles» von Paul MacCarthy zu schütten. Der
Mann konnte jedoch von Museumsaufsehern daran gehindert werden. Das
Blut spritzte auf eine leere Wand der Ausstellungshalle im Hamburger Bahnhof.

Der 55-Jährige wurde angezeigt und ist nach Angaben der Polizei
vom Mittwoch mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Bei der Aktion wurde
Kantor von Kameramännern gefilmt, was die Polizei an Auftritte des
Kirchenstörers Andreas Roy erinnerte. Der Kanadier hat laut seiner
Internetseite Hausverbot in den meisten Museen der Welt. Mit einer
eigenen Videoinstallation war er kürzlich zu Gast in der Galerie
Neuer Berliner Kunstverein.
In einem Fernsehinterview sagte Kantor, seine Aktion in der Flick-
Collection setze er bewusst in einen Zusammenhang damit, «wie Blut
in Gold und Gold in Blut verwandelt wird». Kritiker der Ausstellung
werfen dem Kunstsammler und Industriellenerben Friedrich Christian
Flick vor, die Sammlung aus dem Erbe seines Großvaters erworben zu
haben. Flick war einer der großen Rüstungslieferanten im Dritten
Reich und beschäftigte auch Zwangsarbeiter.
Die Ausstellung mit 2500 Werken zeitgenössischer Kunst war im
September von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet worden.
Bereits einen Tag nach der Eröffnung gab es einen Anschlag auf ein Kunstwerk.



011309 Dez 04


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Text: © Istvan Kantor. All rights reserved.

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